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Photovoltaik statt Bioenergie vom Acker

Veröffentlicht am 1. August 2022 von wwa

RHEINLAND-PFALZ – Photovoltaik statt Bioenergie vom Acker

Diskussionen über Flächeneffizienz und Flächenverbrauch im Zusammenhang mit der Energiewende werden zur Zeit häufig geführt. Gerade auf dem Feld ist eine sehr emotionale Diskussion losgetreten worden. Gerne wird auch in die rein ideologische Richtung argumentiert, dass Äcker und Felder ausschließlich für die Nahrungsmittelproduktion benötigt würden. Unterschlagen wird dabei, dass 60 Prozent der Ackerfläche für den Tierfutteranbau genutzt wird, oder dass die Milchkuhhaltung in den letzten Jahren stark rückläufig war. Falsch auch das Argument, dass eine Photovoltaik Freiflächenanlage die Landschaft versiegele und alleine deshalb schon abzulehnen sei.

All diesen Argumenten fehlt der Sinn für die reale Lage. Der Klimawandel schreitet in solch schnellen Schritten voran, dass jetzt aufgrund der langwierigen Versäumnisse sehr große Anstrengungen bei der Klimawende von Nöten sind. Volker Wander von der Initiative Südpfalz-Energie (ISE e.V.) rechnete auf der Basis wissenschaftlicher Daten des Fraunhofer ISE aus, dass die Belegung von Freiflächen und Ackerflächen mit PV Modulen mehr als 40 bis 50 mal effektiver ist als der Anbau von Bioenergiepflanzen.

Besonders evident wird es bei einem Vergleich eines Biodiesel-PKW mit einem Elektro-PKW, die beide im Jahr 15.000 Kilometer fahren. Während der Biodiesel-PKW dazu 900 Liter Biodiesel, der auf einer 5.000 Quadratmeter Rapsfläche gewonnen werden kann, benötigt, verbraucht das Elektro-Auto für die gleiche Reichweite 3.000 Kilowattstunden Strom, der auf einer 30 Quadratmeter Fläche erzeugt werden kann. Rechnet man dann noch den Umwandlungsverlust eines Dieselverbrenners, der nur 20 % seiner Energie in Fahrleistung und 80 % in unnötige Wärme wandelt, dann wird in diesem Beispiel deutlich, dass die PV Anlage auf dem Acker einem Elektroauto 200-mal mehr Reichweite ermöglicht als ein von Bioenergiepflanzen gespeister Diesel.

Fazit des Landessolarverbandes (LSE) und des Verbands für Wirtschaft und Umwelt (VWU) in Rheinland-Pfalz ist, dass wegen der aktuellen Energienotlage, der Flächenverbrauch durch Fleischkonsum verringert werden sollte und Bioenergie vornehmlich aus landwirtschaftlichen Reststoffen und Gülle gewonnen werden muss. PV Freiflächenanlagen versiegeln keinen Ackerboden oder Dauergrünland, sondern erhalten die Bodenstruktur, sind vorteilhaft für viele Pflanzen und Tiere und fördern die Biodiversität. Und ganz nebenbei haben sie auch die höchste Energieeffizienz und machen die Energie billiger.