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Sabine Bätzing-Lichtenthäler zu Besuch bei der Bürgerinitiative gegen Ortsumgehungen B8 in Weyerbusch

Veröffentlicht am 23. März 2022 von wwa

WEYERBUSCH – Sabine Bätzing-Lichtenthäler zu Besuch bei der Bürgerinitiative gegen Ortsumgehungen B8 in Weyerbusch

Die Vorsitzende der sozialdemokratischen Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag, Sabine Bätzing Lichtenthäler, besuchte am Freitag, 18. März 2022, zusammen mit dem Vorsitzenden der SPD-Kreistagfraktion, dem Vorsitzenden der SPD-Verbandsgemeinderatsfraktion und der Vorsitzenden des SPD Ortsvereins Raiffeisenland die Bürgerinitiative gegen Ortsumgehungen B8 in Weyerbusch.

Bei dem Treffen sprachen die Vertreter der Bürgerinitiative mit der Politikerin zunächst über das Gesamtprojekt der geplanten Ortsumgehungen entlang der B8 im Raum der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld und den derzeitigen Planungsstand. Obschon sich alle betroffenen Ortsgemeinderäte und der Rat der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld eindeutig gegen die Ortsumgehungen ausgesprochen haben, lässt der Landesbetrieb Mobilität (LBM) zur Zeit eine Umweltverträglichkeitsstudie durchführen, der dann weitere planungsrechtliche Schritte folgen werden.

Nach dem kurzen Überblick wurden jeweils markante Punkte an der geplanten Süd- bzw.  Nordvariante der Umgehung in Weyerbusch besichtigt. Hier verdeutlichten die Vertreter der Bürgerinitiative, welche gravierenden Auswirkungen das Projekt für die Landschaft, die Landwirtschaft aber auch die Dörfer hätte. Bei der Südvariante würde Hilkhausen von Weyerbusch und bei der Nordvariante Leingen von Werkhausen getrennt. Die Politikerin, die selbst einmal in Weyerbusch gelebt hatte, konnte die Sorgen der Bürgerinitiative um ihre Heimat sehr gut nachvollziehen.

Zum Abschluss des Besuches wurde bei einer Tasse Kaffee im Dorfgemeinschaftshaus Werkhausen über die Auswirkungen des Straßenbauprojektes für die Landwirtschaft und die für die Umwelt gesprochen. Die geplanten Ortsumgehungen bringen über 150 Hektar Flächenverlust mit sich. Neben den Folgen für die Nahrungsmittelproduktion bedeuten die baulichen Eingriffe eine Störung der Grundwasserneubildung. Im Hinblick auf den Klimaschiutz sollten Flächenversiegelungen in diesem Ausmaß kritisch hinterfragt werden. Zwei Minuten kürzere Fahrzeit von der Landesgrenze bis nach Altenkirchen für die Autofahrer rechtfertigen im Angesicht von Klimawandel und weltweiter Nahrungsmittelknappheit nicht diese Eingriffe.

Vor diesem Hintergrund fordert die BI, die Planungen für das Umgehungsprojekt zu stoppen. „Das Geld wäre in die Zweigleisigkeit der Bahnstrecke Köln-Siegen und in punktuelle Maßnahmen zur Verbesserung der Flüssigkeit des Verkehrs wesentlich sinnvoller investiert“, erklärt Gunnar Lindner.

Man war sich mit den Gästen aus der Politik darin einig, dass sich in der jahrzehntelangen Planungsphase sowohl die objektiven Bedingungen als auch die Sichtweise der betroffenen Menschen gravierend geändert haben. Sabine Bätzing-Lichtenthäler: „Wenn alle Räte der betroffenen Gemeinden der Umgehung eine eindeutige Absage erteilen, müssen wir dafür sorgen, dass das zuständige Bundesverkehrsministerium die Umgehungsprojekte entlang der B8 einer neuen Prüfung unterzieht.“

Foto: (v.l.): Mario Orfgen (Bürgerinitiative), Sabine Lindner (Bürgerinitiative), Bernd Becker (Vorsitzender SPD-Kreistagfraktion Altenkirchen-Flammersfeld), Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD-Fraktionsvorsitzende im rheinland-pfälzischen Landtag), Frank Bettgenhäuser (Vorsitzender SPD VG Fraktion Altenkirchen Flammersfeld), Anka Seelbach (Vorsitzende SPD in Raiffeisenland), Guido Barth (Ortsvorsteher Hilkhausen), Gunnar Lindner (Bürgerinitiative)