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MAINZ – DRK-Vorstand zieht nach sechs Monaten positive Bilanz zur Flutkatastrophe

Veröffentlicht am 15. Januar 2022 von wwa

DRK-Vorstand zieht nach sechs Monaten positive Bilanz zur Flutkatastrophe

Die beiden Vorstände des DRK-Landesverbandes Rheinland-Pfalz, Anke Marzi und Manuel Gonzalez, ziehen sechs Monate nach der Flutkatastrophe im Juli 2021 eine positive Bilanz. „Es ist uns ein Anliegen, den Menschen in den Hochwasserregionen weiterhin zu zeigen, dass wir als Rotes Kreuz für sie da sind“, informieren Anke Marzi und Manuel Gonzalez. „Auch ein halbes Jahr nach der Flutkatastrophe ist vor Ort spürbar, wie dringend finanzielle, materielle, emotionale Unterstützung und Beratung notwendig sind. „Wir wollen als DRK Menschen mit unserem Dasein Mut, Hoffnung und Zuversicht geben, damit sie die Kraft haben, nach der Flut wieder gut weiterleben zu können“, so Marzi und Gonzalez weiter.

Über 1.000 ehrenamtliche DRK-Helfer/innen aus Rheinland-Pfalz waren seit der Flutnacht am 14. Juli 2021 im Einsatz. Sie engagierten sich in der Akutphase gemeinsam mit 2.500 Rotkreuzler/innen aus dem gesamten Bundesgebiet in der Betreuung, Verpflegung, im Sanitätsdienst und der psychischen Begleitung betroffener Menschen in den Hochwasserregionen. Auch heute sorgen noch viele DRK-Mitarbeitende dafür, gute infrastrukturelle Voraussetzungen zum Wohl der betroffenen Menschen zu schaffen. Der DRK-Bereitstellungsraum in Koblenz wurde zum Ende des Jahres 2021 bedarfsorientiert nach Mendig verlagert. Mit täglich vier Logistik- und Tanktouren kümmern sich die DRK-Mitarbeitenden des DRK-Landesverbandes Rheinland-Pfalz um 75 Lichtmasten und Ersatzstromerzeuger, transportieren nach Bedarf Bautrockner, Werkzeuge und Zeltheizungen. Logistisch unterstützen sie zudem die beiden DRK-Kläranlagen in Mayschoß, Hönningen und die IT-Richtfunk-Einheit.

Der DRK-Kreisverband Ahrweiler eröffnete bereits im September 2021 das erste (mobile) Beratungs- und ServiceCenter in Ahrweiler. Es folgten im Oktober drei weitere Beratungs- und ServiceCenter in den DRK-Kreisverbänden Trier-Saarburg, Vulkaneifel und Bitburg-Prüm. Unter dem Motto „Die Flut geht. Wir bleiben.“  gehören soziale Beratung, Antragshilfen, Vermittlung von Ansprechpartner*innen wie Versicherungen, Behörden, psychologische Begleitung und Hilfen für ältere Menschen zum Angebotsportfolio der Beratungs- und ServiceCenter. Der Austausch mit den betroffenen Menschen zeigt, wie notwendig vor allem für ältere Menschen die Begegnung ist. Noch heute stellen die DRK-Berater/innen fest, dass gerade Senioren/innen oftmals keine Kenntnis von den finanziellen Unterstützungsleistungen haben oder sich schämen, diese anzunehmen. So ist der Begegnungstreff „Alt und Jung“ des DRK-Kreisverbandes Ahrweiler eine Chance, mit den älteren Menschen gut in Kontakt zu kommen.

Dank vieler Spender/innen hat das rheinland-pfälzische Rote Kreuz mittlerweile über 5,8 Mio. Euro betroffenen Menschen in den Hochwasserregionen zu Gute kommen lassen. Bislang wurden über 4.400 Anträge an das rheinland-pfälzische Rote Kreuz gestellt. Das Rote Kreuz hat mit seinem DRK-Soforthilfeprogramm „Kita- und Schulstarter“ bislang rund 1,1 Mio. Euro an betroffene Menschen in den Hochwasserregionen der DRK-Kreisverbände Ahrweiler, Bitburg-Prüm, Trier-Saarburg und Vulkaneifel ausgeschüttet. Weiterhin unterstützte das rheinland-pfälzische DRK vor allem ältere und besonders bedürftige Menschen mit über 3,1 Mio. Euro im Rahmen von Haushaltsbeihilfe bzw. Härtefällen. Auch weiterhin können Anträge für diese DRK-Finanzhilfen II gestellt werden. Es gilt nur aufgrund der Gemeinnützigkeit des DRK den Nachrangigkeitsgrundsatz zu beachten. Das bedeutet: Die Auszahlung von Spendengeldern für Wiederaufbauhilfen erfolgt erst nach Prüfung, Genehmigung und Ausschüttung von Versicherungsleistungen und staatlichen Hilfen.

Mit weiteren 1,6 Mio. Euro Spendengeldern finanzierte das rheinland-pfälzische Rote Kreuz die (mobilen) Beratungs- und Servicezentren, die Begegnungsstätte „Alt und Jung“ in Ahrweiler, die Ferienfreizeiten für Kinder und Jugendliche sowie die psychologische Beratung von Einsatzkräften.  Weitere nachhaltige Projekte für die Menschen in den Hochwasserregionen sind derzeit in Planung.