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RHEINLAND-PFALZ – Lesebotschafterinnen und Lesebotschafter öffnen Türen für lebendige Nachbarschaften

Veröffentlicht am 29. November 2021 von wwa

RHEINLAND-PFALZ – Lesebotschafterinnen und Lesebotschafter öffnen Türen für lebendige Nachbarschaften

Anlässlich einer aktuellen Online-Fortbildung „Leseangebote für Menschen mit Demenz“ hat Sozial- und Digitalisierungsminister Alexander Schweitzer das Fortbildungsprogramm zu Lesebotschafterinnen und Lesebotschaftern gewürdigt. Die von der Landesinitiative Neue Nachbarschaften Rheinland-Pfalz angebotenen Fortbildungen sollen Kontakte und Teilhabe fördern. „Lesen ist eine einfache und schöne Möglichkeit, Menschen miteinander in Kontakt zu bringen. Indem das Lesen buchstäblich die Türen zu Nachbarn öffnet, wirkt es gegen die Einsamkeit und bereitet Freude. Vor allem für ältere Menschen ist das gemeinsame Lesen eine Möglichkeit zu mehr Teilhabe und es fördert die Verbindung und den Austausch mit der Nachbarschaft“, sagte Schweitzer.

„Im Rahmen der Maßnahmen des Ministeriums gegen Einsamkeit älterer Menschen in der Pandemie sind durch die Online-Fortbildung 2021 inzwischen 70 Lesebotschafterinnen und Lesebotschafter in Rheinland-Pfalz für diese gute Sache ehren- und hauptamtlich unterwegs“, betonte der Minister. Dies zeige auch, dass sich digitale Werkzeuge, etwa für Videokonferenzen oder Online-Räume wie Moodle, bei der Qualifizierung sowie im Austausch untereinander bewährt haben. Deshalb werde das Land weiterhin digitale Entwicklungen fördern.

„Seit Mai 2021 haben wir zusammen mit unseren Kooperationspartnern, der Stiftung Lesen und dem Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz, drei Online-Ausbildungen umgesetzt“, berichtet die Leiterin der Landesinitiative Annette Scholl. „Unser Ziel ist es, den nachbarschaftlichen Netzwerken neue Impulse für den Zugang, das Gespräch und die Bindung, gerade auch mit älteren Menschen zu geben. Mit der Fortbildung erhalten die Lesebotschafterinnen und Lesebotschafter Know-how über die Zielgruppen, zum Projektmanagement eines Leseangebots und dazu, in welcher Form welche Literatur an welchen Orten und in welchem Rahmen vorgelesen werden kann“, erklärte Scholl.

Die Umsetzung ist erfolgreich gestartet: Neben den Vorlesestunden für Einzelpersonen, haben Lesebotschafterinnen und Lesebotschafter in Germersheim und Herxheim zum Beispiel „Literarische Spaziergänge“ zu bestimmten Themen und Anlässen etabliert – etwa Gruselliteratur zu Halloween. Die Stadtbücherei Trier unterstützt Leserbotschafterinnen und -botschafter vor Ort bei der Suche nach passender Literatur und entwickelt ein Konzept zu Leseangeboten für Menschen mit Demenz. Für Menschen mit Demenz werden auch Lesebotschafterinnen und -botschafter in Neuwied aktiv. Sie planen Vorleseeinheiten in Pflegeeinrichtungen, zudem wurde im Mehrgenerationenhaus Neuwied ein Lese- und Erzählcafé eingerichtet.

Über die Landesinitiative „Neue Nachbarschaften – engagiert zusammen leben in Rheinland-Pfalz!“:

Die Landesinitiative wurde 2015 vom Sozialministerium und der Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros e.V. (BAS) als Projektträger ins Leben gerufen. Das Fortbildungsangebot zu Lesebotschafterinnen und Lesebotschaftern fördert Kontakte zu älteren und einsamen Menschen. Die Internetseite der Landesinitiative bildet das aktuelle Angebot ab. Sukzessive werden auch die daraus entstehenden Projekte und Initiativen im Projektefinder der Internetseite unter „Aktivitäten und Angebote“ als „Lesebotschafter*in“ auffindbar sein.

Die Landesinitiative mit ihren rund 170 teilnehmenden Initiativen und Projekten will alle Menschen in Rheinland-Pfalz dazu ermutigen, sich vor Ort für die Belebung der Gemeinschaft aktiv einzusetzen. Interessierte können sich an die Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros e.V., Annette Scholl, Telefon: 0228/ 18 49 95 75, E-Mail: scholl@seniorenbueros.org, wenden.