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MONTABAUR – Inklusion hautnah im Boxclub in Montabaur

Veröffentlicht am 4. Oktober 2021 von wwa

MONTABAUR – Inklusion hautnah im Boxclub in Montabaur – Kampfsportprojekt Be Your Own Hero (BYOH) und Prothesenhersteller APT veranstalteten ein inklusives Event am 03. Oktober Montabaur.

Stabil stehen ist das Wichtigste beim Kämpfen. Aber genauso geht es um das eigene Körpergefühl und die eigenen Grenzen. Links-rechts-Kombinationen, Führhand, Schlaghand, eins, zwei, eins, zwei. Was nur die wenigsten wissen: Kampfsport geht auch mit Behinderung. Das zeigt das deutschlandweite Inklusionsprojekt Be Your Own Hero (BYOH), das Menschen mit Handicap und speziell Prothesenträger zum Kampfsport ermutigen will. Gemeinsam mit dem im Westerwald beheimateten Prothesenhersteller APT stieg im Boxclub Montabaur am Sonntag, den 03. Oktober das nächste Event, für Menschen mit und ohne Handicap.

Für BYOH-Gründerin Yasmin Uygun kann es sofort losgehen. Monatelang hatte die gelernte Intensivkrankenschwester keine Veranstaltungen durchführen können, bekannten Teilnehmern und neugierige Interessenten vertrösten müssen. Nach einem begeisternden Comeback Ende Juli in Hannover macht die BYOH-Crew nun Halt in Rheinland-Pfalz. Der Boxcub Montabaur von Leiter Clemens Pieroth veranstaltet den nächsten Kampfsportevent. „Wir sind super glücklich, dass Clemens und sein Team Lust auf ein BYOH-Event haben und mit uns das nächste Event ausrichten“, sagt Yasmin Uygun. Im Lockdown geschlossen – BYOH-Vorbereitungen laufen.

Das war nämlich eine lange Zeit nicht möglich. Während des Lockdowns war der Boxclub geschlossen. Doch auf die Solidarität seiner rund 150 Mitglieder konnte Leiter Pieroth bauen: „Wir haben alle Beiträge ausgesetzt, viele Mitglieder haben dennoch einen Spendenbeitrag überwiesen. So viele sind uns treu geblieben, was wir ungemein schätzen.“ Jetzt bietet das Gym wieder Raum für unzählige Kampfsportarten: MMA, Frauen- und Kickboxen, Muay Thai – die Bandbreite in Montabaur ist groß.

Mit dem BYOH-Event ging es am 03. Oktober weiter. Dabei arbeitet Boxclub Inhaber Piertoh mit Sascha Panajotidis zusammen, der als gehandicapter Sportler bereits Erfahrung mit BYOH hat. So kam auch der Kontakt zu BYOH-Gründerin Yasmin Uygun zustande. Prothesenhersteller APT unterstützt – Kommt Behre auch vorbei? Unterstützt wird das Projekt übrigens vom Prothesenhersteller APT mit Sitz in Stockum-Püschen, einem kleinen Ort im Westerwald, rund 20 Minuten Autofahrt von Montabaur entfernt.

Seit Jahren übernimmt Thomas Kipping als „Cheftechniker“ Verantwortung für die Prothesen der paralympischer Spitzensportler. Seitdem reist der selbstständige Handwerksmeister quer durch die Republik, bedient Menschen mit Handicap mit einer Reihe von Angestellten in unterschiedlichen Niederlassungen. Fördert daneben die Events von BYOH, damit Kampfsport für Menschen mit und ohne Handicap möglich ist.