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CORONA – RHEINLAND-PFALZ – Corona-Pandemie und die Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche in stationären Wohngruppen

Veröffentlicht am 14. April 2021 von wwa

CORONA – RHEINLAND-PFALZ – Corona-Pandemie und die Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche in stationären Wohngruppen – ein Aufruf!

Aktuell leben in Rheinland-Pfalz etwa 6000 Kinder und Jugendliche in stationären Settings der Hilfen zur Erziehung. Wie bei allen Menschen, beeinflussen die Strategien zur Bekämpfung der Pandemie auch diese Kinder und Jugendliche – doch hier kommen weitere Einschränkungen hinzu. Der Landesjugendhilferat RLP möchte über diese Situation berichten und appelliert an alle Menschen und die Politik: bleibt zu Hause! Bitte öffnet nicht zu schnell, damit der nächste harte Lockdown nicht gleich wieder folgen muss.

Jugendliche aus Einrichtungen der Jugendhilfe berichten, dass sie erheblich in ihren Freiheiten eingeschränkt sind. Manche von ihnen dürfen nur an einem festgelegten Tag in der Woche in den sogenannten Ausgang gehen. Teilweise wird hier die Ausgehzeit auch stark beschränkt. Andere müssen außerhalb ihres Zimmers nun Maske tragen. Wieder andere können ihre Eltern nur eingeschränkt sehen um die Kontakte und somit das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten. Besuchswochenenden werden teilweise von den Einrichtungen festgelegt, sind nicht mehr individuell vereinbar. Besuche in der Einrichtung werden auf ein Minimum reduziert bzw. sind nicht gestattet.

Wichtige Gesprächstermine mit den zuständigen Mitarbeiter/innen des Jugendamtes werden verschoben, finden telefonisch statt oder fallen aus. Trotz dieser enormen Einschränkungen warnt der LJHR vor einer schnellen Lockerung. Denn: die Kinder, Jugendlichen und Mitarbeiter/innen in stationären Einrichtungen sind einem erhöhten Risiko ausgesetzt. Wenn Schulen wieder öffnen, heißt das für manche Gruppen, dass beispielsweise acht Jugendliche, die zusammen wohnen in acht verschiedene Klassen oder gar Schulen gehen. Oft erfolgt der Schulweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln – überfüllten Schulbussen.

Die Kontaktminimierung ist somit mehr als erschwert. Kommt es dann zu einem Verdachtsfall, muss das entsprechende Kind in Zimmerquarantäne. Bei einem bestätigten Fall sind gleich alle Bewohner/innen und Mitarbeiter/innen der Wohngruppe in Quarantäne. Als ersten Fortschritt im Hinblick auf die Jugendhilfe sieht der LJHR, dass nun auch den Erzieher/innen aus den stationären und teilstationären Hilfen zur Erziehung Möglichkeiten für anlasslose Schnelltests gegeben wurden. Zuvor war dies nur den Erzieher/innen aus den Kitas möglich.

Diese Berufsgruppe ist aber unentbehrlich, wenn es um die Betreuung von Kindern und Jugendlichen in stationären Wohngruppen geht. Auch, dass nun Impfungen für diese Personengruppe möglich sind, wird als großer Fortschritt gesehen. Zusammenfassend ist zu sagen, dass der LJHR auf die besonderen Gegebenheiten von Kindern und Jugendlichen in stationären Einrichtungen aufmerksam machen möchte und den dort Betreuten eine Stimme geben möchte. Mit steigenden Fallzahlen werden die Konsequenzen für die Kinder und Jugendlichen, die in Wohngruppen leben, immer einschränkender und belastender. Deshalb appelliert der Landesjugendhilferat an alle Menschen: Bleibt zu Hause! Haltet euch an die Regeln! Nur so können wir die dritte Welle überstehen und auf einen besseren Sommer hoffen. Mehr Informationen zum LJHR, sowie Kontaktmöglichkeiten finden sich auf der Homepage https://ljhr-rlp.de