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RHEINLAND-PFALZ – Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di kritisiert die vielerorts geplanten verkaufsoffenen Sonntag zum 1. Advent

Veröffentlicht am 17. Oktober 2020 von wwa

RHEINLAND-PFALZ –               Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di kritisiert die vielerorts geplanten verkaufsoffenen Sonntag zum 1. Advent

Geht es nach dem Willen des rheinlandpfälzischen Einzelhandelsverbandes (HDE) und den Unternehmensführungen des Einzelhandels in Rheinland-Pfalz, sollen die Beschäftigten im Einzelhandel vielerorts bereits zum 1. Advent beschert werden. Während in vielen Häusern das erste Licht auf dem Adventskranz angezündet wird, sollen Einzelhändlerinnen und Einzelhändler zum Dank für die vielen Strapazen und ihr Durchhaltevermögen der letzten Wochen und Monate aufgrund der Corona-Pandemie, am 1. Advent während eines verkaufsoffenen Sonntag arbeiten.

Monika Di Silvestre, ver.di-Landesbezirksfachbereichsleiterin für den Handel ist empört: „Man sollte doch meinen, dass die Verkäuferinnen und Verkäufer es mehr als verdient hätten, diesen 1. Adventsonntag gemütlich im Kreis ihrer Familien zu verbringen. Stattdessen haben Unternehmer und der HDE nur Umsätze im Sinn. Man möchte so die während des Lockdowns verloren gegangenen Umsätze ausgleichen, wo es sich bereits überall herumgesprochen hat, dass das höchstens eine Umsatzverlagerung ist und zusätzliche Umsätze kaum bis gar nicht generiert werden. Die Bürgerinnen und Bürger können jeden Euro nur einmal ausgeben, was sonntags gekauft wird, fehlt am Umsatz unter der Woche.“

Der Hinweis des HDE´s, der Sonntag diene der Kundenentzerrung, weil ein Einkaufstag mehr zur Verfügung stünde, hinkt.

„Da man die Kunden mit besonderen Schnäppchen und Events locken würde, konzentrieren sich die Kundenströme natürlich auf diesen Sonntag. Das ist bei den derzeit steigenden Infektionszahlen völlig unverständlich und würde für die Beschäftigten im Handel und damit auch deren Familien ein zusätzliches Risiko für eine Infektion bedeuten“, sagt die Gewerkschafterin weiter.

Dass sich die Infektionen bei den Verkäuferinnen und Verkäufern im Handel derzeit tatsächlich in Grenzen halten, ist den Maßnahmen aus dem Hygienekonzept der rheinland-pfälzischen Regierung und den guten Vereinbarungen zwischen Arbeitnehmer/innen-Vertretungen und Arbeitgeber/innen geschuldet, eine davon ist, große Menschenansammlungen zu vermeiden.

Abschließend richtet Monika Di Silvestre noch einen Appell an die Unternehmensführungen: „Machen Sie diesen 1. Advent zu etwas Besonderem. Schenken Sie diesen freien Sonntag Ihren Beschäftigten und setzen somit ein Zeichen in dieser besonderen Zeit, damit sie Kraft für die kommenden anstrengenden Verkaufswochen in der Vorweihnachtszeit sammeln können.“