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ALTENKIRCHEN – Drei Tage Highlights unterm Sternenzelt in Altenkirchen

Veröffentlicht am 27. August 2020 von wwa

ALTENKIRCHEN – Drei Tage Highlights unterm Sternenzelt in Altenkirchen – In Corona Zeiten ist alles anders. Da in diesem Jahr wegen der Pandemie leider kein Spiegelzelt in Altenkirchen steht, haben sich die Veranstalter, das Kulturbüro Haus Felsenkeller in Zusammenarbeit mit Verbandsgemeinde und Stadt, etwas Neues einfallen lassen. Der Schossplatz in Altenkirchen verwandelte sich in einen Platz mit Spiegelzeltflair. Bistrotische und Spiegelzeltgalastühle standen, mit dem nötigen Abstand auf dem Platz. Auch die Spiegelzeltbar fehlte nicht. So konnten die Besucher am lauen Sommerabend Essen und Getränke genießen.

Helmut Nöllgen und sein Team stampften innerhalb von fünf Wochen ein neues Programm aus dem Boden. Er freue sich, so Verbandsbürgermeister Fred Jüngerich, nach dem erfolgreichen „Wäller Autokino Projekt“, ein zweites kulturelles Highlight den Bürgern bieten zu können. Wie bestellt, spannte sich ein Regenbogen über die Stadt. Das konnte nur ein Zeichen für eine gelungene Veranstaltung sein.

Zu Beginn des Programms trat das „Coleman Trio“ auf. Mit Rick Coleman am Tasteninstrument, Caroline Mhlanga Gesang und Myron Miller am Saxofon spielten sie alte bekannte Songs und Evergreens in Vollendung. Nicht nur brillante Saxofonist Miller, sondern auch die warme ausdruckstarke Stimme der Sängerin, mit kräftigem Soultimbre, verzauberten die Besucher. Mit einbrechender Dunkelheit zauberten Tom Jeckel und Kirstin Sauer bunte Licht- und Großbildprojektionen auf die umliegenden Gebäude.

Am zweiten Abend stand ein weiteres Highlight auf dem Programm. „Suchtpotenzial“ ein Liedermacher Duo der ganz großen Klasse. Die aus Ulm stammende Pianistin Ariane Müller und aus Berlin stammende Sängerin Julia Gomez Martin rockten die Bühne. Grandiose Stimmen, gepaart mit viel Witz, bissig und frech, talentiert und schlagfertig, so könnte man ihr Programm beschreiben. Bei ihren Liedvorträgen blieben weder Mann noch Frau verschont. Authentisch und ungekünstelt, zur Freude der Zuschauer und -hörer, zogen sie ihr Programm durch. Denn nicht nur Texte und Musik, sondern auch die akrobatisch-tänzerischen Bewegungen der Sängerin, begeisterten die Besucher.

Der dritte Abend war ganz der Slam Poesie und der Musik gewidmet. Der angekündigte Felix Römer war leider verhindert. So betrat Florian Wintels als Ersatz auf die Bühne und philosophierte mit seiner Gitarre bewaffnet, über das „Endlich Ankommen“. Der zweite Slam Poet befasste sich mit der deutschen Sprache. Aidin Halini war der Meinung die deutschen „Artikel“ seien vollkommen überflüssig. In anderen Sprachen reiche auch nur einer. Yannick Steinkeller war der dritte im Bunde. Der in Bochum lebende Österreicher hatte Probleme mit dem „Aushalten“ und dem Sport.

Nach den nun leiseren Tönen sollte es noch einmal richtig laut werden.

Die „Rockemarieche“, vier junge Mädels aus Köln sprangen auf die Bühne. Sie präsentierten gekonnt New Rockabilly op Kölsch. Den authentischen Sound der 50er Jahre haben sie sich auf die Fahnen geschrieben, der Funke und ihre Leidenschaft für Pop, Rock und Country sprang sofort auf das Publikum über. Viele Lieder wurden natürlich in Kölner Mundart gesungen, aber auch Songs von Elvis Presley waren in ihrem Repertoire. „Rockemarieche“ rundeten das schöne, dreitägige und kurzweilige Programm wunderbar ab. (rewa) Fotos: Renate Wachow