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KREIS ALTENKIRCHEN. Sonntagsgottesdienste in den evangelischen Kirchengemeinden

Veröffentlicht am 3. Mai 2020 von wwa

KREIS ALTENKIRCHEN. Sonntagsgottesdienste in den evangelischen Kirchengemeinden – Auch noch am Sonntag, 3. Mai, gab es Sonntagsgottesdienste in den evangelischen Kirchengemeinden im Kirchenkreis weiterhin in der seit Wochen bewährten digitalen Form. Die Entscheidung in Mainz mit der Ermöglichung sogenannter „Präsenzgottesdienste“ (d.h. Gottesdienste mit Besucher/innen) fiel erst am Mittwochnachmittag (29. April) unter Hinweis, dass die Kirchengemeinden dazu entsprechende Schutzkonzepte vorzulegen hätten. Genau dieses anhaltende Schutzbedürfnis ist es, was die evangelischen Kirchengemeinden eine besondere Sorgfalt walten lässt. „Ich nehme wahr, dass unsere Gemeinden die Wiederaufnahme der Präsenzgottesdienste sehr behutsam vorbereiten wollen! Alle möchten das ihnen Mögliche tun, um Menschen vor Infektionen zu schützen. In der Tendenz scheinen sich daher nicht wenige Presbyterien noch bewusst Zeit geben zu wollen, um ihre Gottesdienste voraussichtlich auf Pfingsten hin oder in den Juni hinein wieder gemeinschaftlich feiern zu können“, so Superintendentin Andrea Aufderheide.

Der Gesundheitsschutz, der Schutz des Nächsten und das sorgsame Beachten der strengen Auflagen, die für gemeinschaftlich gefeierte  Gottesdienste gelten, würden so ohne Zeitdruck in den Gemeinden in den Blick genommen: Gottesdienste mit nur wenigen erlaubten Teilnehmenden (je nach Größe der Kirchenräume und deren Ausstattung), ohne Gemeindegesang, mit Platzkarten oder Voranmeldung und Teilnehmerlisten, das Tragen von Mund-/Nasen-Schutz, die Erfüllung der umfangreichen Hygienevorschriften sowie  notwendige „Ordner-Anweisungen“ und „Einbahn-Regelungen“ fordern Verantwortliche und Mitwirkende heraus.

Dies alles in Einklang mit einer bereichernden Gottesdienstliturgie zu bringen, verlange noch nach vielfältigen Vorbereitungen und Absprachen in den Kirchengemeinden, erläuterte die Theologin.

„Auch ich vermisse schmerzlich wie so viele das physische Zusammensein in den Gottesdiensten“, schildert Aufderheide. Sie weiß, dass es eine große Sehnsucht in den Gemeinden nach der so vertrauten gottesdienstlichen Gemeinschaft gibt. „Doch der Weg hin zu dem „Altgewohnten“ wird noch ein langer sein!“

„Gottes menschenfreundliches Wort, seine frohe Botschaft an uns, erreicht – wie bereits in den langen Wochen der Pandemie-Bekämpfung – ja auch auf den hygienisch völlig unbedenklichen Wegen die Menschen in unseren Gemeinden“. Superintendentin Aufderheide verweist hier auf die vielen beeindruckenden geistlichen Angebote, die es im Kirchenkreis gab und weiter geben wird. „Mit großer Kreativität und Engagement gehen die Gemeinden ans Werk und bieten mehrere Online-Gottesdienste im Kreis an jedem Sonntag an sowie Andachten im Netz, zum Nachlesen, per Telefon, per (Gemeinde-) Brief oder als „Mitnehmaktion an der Kirchentür“.

Viele positive Reaktionen gibt es darauf, und die „Klick-Zahlen“ belegen ebenfalls, dass Menschen (neu) erreicht werden. Hilfs- und Beratungsangebote in allen kirchlichen/diakonischen Arbeitsbereichen sind schon früh angelaufen, und die Ansprechbarkeit auf „allen Kanälen“ wird gut wahr- und angenommen.

„Diese andere Form von Nähe, die wir als Kirche Menschen in Corona-Zeiten geben möchten ist für viele eine wichtige Erfahrung von Gemeinschaft und von gelebter Gemeinde“.

Wann und wie in den heimischen Gemeinden wieder Präsenzgottesdienste gefeiert werden (ob in Richtung Pfingsten oder erst danach, ob in jeder Kirche, oder nur in einzelnen, vielleicht manches in den anstehenden Sommerwochen auch verstärkt unter freiem Himmel), obliegt der Entscheidungshoheit der Presbyterien. Die Gemeindeleitungen haben innerhalb der staatlichen und kirchlichen Vorgaben (EKD-Eckpunktepapier) und in enger Abstimmung mit den heimischen Behörden eigenverantwortlich ihre Entscheidung zu treffen.

Die Superintendentin freut sich, wie besonnen und sorgfältig die Gemeinden ihre Einstiege in Präsenzgottesdienste planen und miteinander abstimmen, und empfiehlt diesen eingeschlagenen Weg ruhig bis Pfingsten fortzusetzen, um ab diesem Zeitpunkt die Gottesdienste in den Kirchen sicher und dem Schutz des Nächsten dienend gestalten zu können.

Mit dieser Tendenz steht der Evangelische Kirchenkreis Altenkirchen nahe bei den anderen 36 Kirchenkreisen der Evangelischen Kirche im Rheinland. Deren Präses Manfred Rekowski erklärte jüngst, dass in großen Teilen der rheinischen Kirche die Planungen für Präsenzgottesdienste eher auf Pfingsten hinlaufen. Nur wenige der 668 Gemeinden würden sie vermutlich schon Anfang Mai anbieten. „Auch wenn wir grundsätzlich wieder gemeinsam Gottesdienste feiern können, hat der Gesundheitsschutz der Besucherinnen und Besucher sowie der Mitwirkenden Priorität“, sagt Präses Manfred Rekowski und warb für eine behutsame Öffnung der Kirchen. Auch in der aktuellen Normalität könnten Christinnen und Christen zuversichtlich glauben. „Gott ist da. Und Gemeinde lebt“, sagt der rheinische Präses. (pes)