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NEUWIED-OBERLAHR – Tierische Freunde und Besucher auch in der neuen Heimat

Veröffentlicht am 5. April 2020 von wwa

NEUWIED-OBERLAHR – Tierische Freunde und Besucher auch in der neuen Heimat – Vor vier Jahren habe ich noch in Oberlahr gewohnt und hatte jahrelang Vögel verschiedenster Art und auch ein Eichhörnchen zu Gast, dem ich den Namen Paul gegeben hatte. Der Paul kam jeden Tag mehrmals über das Hausdach und räuberte am Vogelfutter, wo ich für ihn auch öfter mal Nüsse versteckte. Die suchte er sich und nahm sie mit. Haselnüsse und Sonnenblumenkerne verspeiste er vor meinem geschlossenen Küchenfenster, wo ich ihn zwar fotografieren aber ihm nicht persönlich näherkommen durfte. Hunderte von Bildern machte ich damals durchs Fenster. Im letzten Winter in Oberlahr hatte Paul sogar ein Eichhörnchenhaus, wo sein Futter stand. 2016 im Sommer zog ich nach Neuwied an die Wiedmündung, mit viel Grün in den umliegenden Gärten und dem angrenzenden Schlosspark. Den Paul vermisste ich. Die hiesige Vogelwelt, die ich auf dem, Balkon zwei Etagen über dem Garten nun fütterte, war auch nicht so Artenreich wie in meinem Oberlahrer Naturparadies.

Im ersten Winter im neuen Zuhause konnte ich im Garten zwei Eichhörnchen beobachten, die dort durch die Bäume sprangen. Haselnüsse, die ich dort hinlegte wurden verspeist. Hin und wieder begegnete mir ein Eichhörnchen in meinem Garten oder dem des Nachbarn. Letzten Sommer kam ich mal aus der Stadt, da sah hinter den Gärten etwas sehr Trauriges. Ein Baby Eichhörnchen war aus dem Baum gefallen und die Eichhornmama trug es im Maul weg. Nun wusste ich, dass es ein Weibchen sein musste und nannte sie Paula. Vor ein paar Wochen erwischte ich Paula auf meinem Balkon, wo sie aus einem alten Schlafsack die Füllung heraus kratze und wegtrug. Sie wollte, so vermutete ich, ein Nest ausstatten. Möglicherweise, wie Hasen das mit ihrer Wolle machen, wenn sie kurz vorm Werfen sind. Inzwischen kam Paula im Viertelstundentakt. Sie kletterte, so konnte ich mal unten aus dem Garten beobachten, über einen hohen Tannenbaum auf dem Nachbargrundstück, aufs Dach und dann über die Dachrinne und das Abflussrohr auf meinen Balkon.

Inzwischen war wohl die Nestbauaktion beendet, denn Paula kam zum Futter holen. Blitzschnell wurden die für die Meisen, Spatzen und Kleiber gedachten Sonnenblumenkerne geknackt und in den Hamsterbacken verstaut. Ich spendierte jeden Tag noch ein paar Haselnüsse, damit der Nachwuchs auch ordentlich versorgt werden konnte. Die Zeiten haben sich in den letzten Wochen durch das Corona Virus rasant verändert. Meine Termine wurden alle abgesagt und ich musste mich mangels Aufträge, daheim vergnügen. Besuch kommt keiner mehr und auf den Straßen ist es leer. Da kann man sich eben auch auf den Besuch von einem Eichelhäher oder einem Eichhörnchen auf dem Balkon freuen.

Der Eichelhäher kommt immer geräuschlos und ehe ich die Kamera im Anschlag habe, fliegt er weiter. Paula allerdings poltert durch die Dachrinne und hält sich länger auf. Nun fülle ich täglich den Nussvorrat auf und warte auf den Tag, wenn Paula mit Nachwuchs kommt. Mir würde es allerdings auch reichen, wenn ich die junge Familie im Garten sähe. Denn so ein Abflussrohr ist kein Zweig, an dem man sich festkrallen kann. Es bleibt spannend, auch wenn man Virus bedingt momentan daheimbleiben muss. Auch wenn Ostern in diesem Jahr vielleicht einsam und ohne Besuch, ganz anders ist, freue ich mich über meinen blühenden Garten, den abendlichen Gesang der Amseln, die hoffentlich warme Frühjahrssonne und Paula, wenn sie mit einer Nuss, in meinem frisch gestrichenen lavendelfarbigem Blumenkasten sitzt und sich beschäftigt. (mabe) Fotos: Marlies Becker