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CORONA – MAINZ – Information der Landesregierung zum aktuellen Stand hinsichtlich des Coronavirus

Veröffentlicht am 31. März 2020 von wwa

CORONA – MAINZ – Information der Landesregierung zum aktuellen Stand hinsichtlich des Coronavirus – Aktuell gibt es in Rheinland-Pfalz insgesamt 2.839 bestätigte SARS-CoV-2 Fälle und 22 Todesfälle.

Landkreis Bisher bekannt Todesfälle
Ahrweiler 66 1
Altenkirchen 50  
Alzey-Worms 83  
Bad Dürkheim 170 2
Bad Kreuznach 95  
Bernkastel-Wittlich 62  
Birkenfeld 31  
Bitburg-Prüm 97  
Cochem-Zell 100  
Donnersbergkreis 59 1
Germersheim 68 1
Kaiserslautern 54  
Kusel 45  
Mainz-Bingen 117  
Mayen-Koblenz 233 1
Neuwied 134 2
Rhein-Hunsrück 104  
Rhein-Lahn-Kreis 85 2
Rhein-Pfalz-Kreis 62  
Südliche Weinstr. 80  
Südwestpfalz 44 1
Trier-Saarburg 79 1
Vulkaneifel 51  
Westerwaldkreis 143 2
Stadt Bisher bekannt Todesfälle
Frankenthal 19  
Kaiserslautern 53 1
Koblenz 124 5
Landau i.d.Pfalz 33  
Ludwigshafen 73  
Mainz 187  
Neustadt Weinst. 55 1
Pirmasens 15  
Speyer 24  
Trier 60  
Worms 73 1
Zweibrücken 11  

Gesundheitsministerin Bätzing-Lichtenthäler bittet Kommunen um Abstimmung vor der Errichtung von Behelfseinrichtungen

„Angesichts der dramatischen Bilder aus Italien, Spanien oder Frankreich kann ich gut nachvollziehen, dass einzelne Landkreise und kreisfreie Städten nach Möglichkeiten suchen, um für einen „worst-case“ zusätzliche Unterbringungs- oder Behandlungskapazitäten in Behelfseinrichtungen zu schaffen. Dies ist selbstverständlich in eigener Zuständigkeit möglich. Allerdings sollte, falls dort tatsächlich auch Heil- und Krankenbehandlung beabsichtigt ist, eine enge Abstimmung mit Krankenhäusern und dem Gesundheitsministerium erfolgen“, so Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler. Sie habe daher Oberbürgermeister und Landräte in Rheinland-Pfalz in einem Schreiben darum gebeten, sich mit Kranken­häusern und dem Gesundheitsministerium abzustimmen, sofern sie vorhaben, im Zuge der Corona-Krise Behelfseinrichtungen zu schaffen.

„Es werden sehr unterschiedliche Modelle diskutiert, von der Nutzung früherer Gesundheitseinrichtungen bis zu Feldbetten in Turnhallen oder Zelten. Dabei ist eine Reihe von Fragestellungen zu klären – besonders, falls dort medizinische Behandlungen erbracht werden sollen“, betonte die Ministerin.

Der Vorstandsvorsitzende und Medizinische Vorstand der Unimedizin Mainz, Professor Dr. med. Norbert Pfeiffer weist auf mögliche schnelle Verläufe bei COVID-19-Patienten hin: „Wenngleich viele Covid-19-Erkrankungen milde verlaufen, sind es insbesondere schwer vorerkrankte Patienten, bei denen eine Verschlechterung so schnell eintreten kann, dass sie von einen auf den anderen Tag eine intensivmedizinische Behandlung einschließlich einer Beatmung benötigen. Es ist daher sinnvoll, Covid-19-Patienten in einem Krankenhaus zu behandeln, in dem auch Intensivkapazitäten verfügbar sind. Eine Unterbringung von vermeintlich leicht Erkrankten in Behelfseinrichtungen ist in Rheinland-Pfalz daher weder ratsam noch notwendig. Zudem sollten Ärztliches Personal und Krankenpflegepersonal nicht durch Aufteilung auf zusätzliche Standorte geschwächt werden.“

Zunächst gilt es, die Behandlungsmöglichkeiten der Krankenhäuser zu nutzen und sie durch eine Erweiterung der Intensivkapazitäten zu stärken. In einem weiteren Schritt wird das Gesundheitsministerium die Rehabilitationskliniken mit einbeziehen. Bätzing-Lichtenthäler betonte: „Das in der letzten Woche vorgestellte Konzept zur Vernetzung der Krankenhäuser untereinander wird von den Kliniken gut angenommen, sie sind dabei, es umzusetzen. Ich freue mich, dass sich in Trier und Koblenz die Krankenhäuser sogar schon verabredet haben, die Koordinationsfunktion für das Versorgungsgebiet gemeinsam wahrzunehmen“. In das Konzept sollen auch kleinere Krankenhäuser, die aktuell nicht an der Versorgung von COVID-19-Patienten beteiligt sind, wie St. Goar/Oberwesel oder Adenau, eingebunden werden, da auch sie eine wichtige Rolle in der Patientenversorgung insgesamt spielen.

Einen Überblick über alle Maßnahmen der Landesregierung bietet die Internetseite www.corona.rlp.de.