NEUWIED – “Duckomenta“ gastiert nun auch in Neuwied

Veröffentlicht am 9. August 2019 von wwa

NEUWIED – “Duckomenta“ gastiert nun auch in Neuwied – Die kommende Ausstellung in der Neuwieder StadtGalerie widmet sich ab dem 15. August mit der „Duckomenta“, einem Paralleluniversum. Eine mysteriöse Entensippe die „interDucks“ versteckt sich in großen Werken aus der Kunstgeschichte, vom der Steinzeit bis in die Neuzeit. Hier geben sich Martin Lutter, Kaiser Franz die Sissi und Einstein die Ehre.
Die Duckomenta ist eine durch ganz Europa tourende Wanderausstellung, deren Name eine Parodie auf die documenta in Kassel ist, lässt die Geschäftsführerin der Duckomenta-Anke Doepner wissen. Aus einer studentischen Idee der 80er Jahre entwickelte sich ein Verein aus Kunstschaffenden, die die Exponate auf inzwischen 500 Entenwerke steigen ließ. In vielen Museen und Galerien hat die Ausstellung, die jeweils anders zusammengestellt ist, halt gemacht. Die ausgestellten Bilder sind berühmten Werken nachempfunden. Anders ist, dass die dargestellten Figuren Enten im Stil von Donald Duck sind. Die Duckomenta präsentiert in Neuwied unter dem Motto „MomENTE“ rund 150 „MeisterENTEN“ aus unzähligen geschichtlichen Epochen, mit ihren berühmtesten Vertretern der bildenden Künste beispielsweise die weltberühmte Mona Lisa als Ente dargestellt, auch Goethe und
Schiller sind schnabelverziert, ebenso Mozart und die US-Freiheitsstatue. Edvard Munchs berühmter „Schrei“ kommt aus einem Entenmund und flotte Porträts zeigen Vincent van Dugh, Che Duckevara oder Elvis Ducksley. Nicht ganz ernst gemeint und durchaus zum schmunzeln. Hinter dem amüsanten Spiel mit Kultur- und Sozialgeschichte steht eine Gruppe von fünf Künstlern um den emeritierten Braunschweiger Kunstsoziologie-Professor Eckhart Bauer, die seit 1986 unter dem Namen „interDuck“ aktiv sind.

Sie nutzt die Mittel des künstlerischen Zitats sowie der Verfremdung und legt Wert darauf, dass es sich bei den Werken keinesfalls um Computermanipulationen, sondern um reale Malerei, Graphik und Skulpturen handelt. „Die Duckomenta ist ,Concept Art‘, vermischt mit Anteilen der Pop Art“, ist auf der Homepage der Gruppe zu lesen. „Die Silbe ,Duck‘ kommt von ,Ente‘, der Buchstabe ,O‘ von ,Staunen‘ und die Silbe ,Menta‘ verweist auf ,Dokumente‘, auf real vorliegende Beweisstücke.“ Die lange Dauer der Ausstellung lässt hoffen, dass viel Besucher aller Altersstufen den Weg in die Neuwieder StadtGalerie finden.

Die Werke sind vom 15. August bis 16. Februar 2020 zu sehen, die Vernissage steht für Mittwoch, 14. August, 19 Uhr auf dem Programm. Anwesend sind dann „Duckomenta“-Initiator Eckhart Bauer und „Duckomenta“ Geschäftsführerin Anke Doepner. Für den musikalischen Rahmen sorgt Saxofonist Alexander Reffgen, das Grußwort spricht Oberbürgermeister Jan Einig. Ein ebenso ausführliches wie
abwechslungsreiches Begleitprogramm beschäftigt sich auf teils humorvolle Art mit den unterschiedlichen Facetten der „MeisterENTEN“. Geöffnet ist die StadtGalerie Neuwied in der ehemaligen Mennonitenkirche aus dem Jahr 1768 mittwochs von 12 bis 17 Uhr, donnerstags bis samstags von 14 bis 18Uhr. Fotos: M. Becker