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MAINZ – Telemedizin hilft Asthma-Patienten, mit ihrer Erkrankung zu leben

Veröffentlicht am 9. August 2019 von wwa

MAINZ – Telemedizin hilft Asthma-Patienten, mit ihrer Erkrankung zu leben – Im Modellprojekt „Rheinland-Pfalz atmet durch – Telemedizin für eine gesunde Lunge“ konnten Asthma-Patientinnen und -patienten ihre Lebensqualität sowie ihren Gesundheitsstatus verbessern. Das zeigt die Auswertung eines Projektes mit rund 120 Betroffenen aus dem Raum Koblenz. Während der Projektlaufzeit wurde die Behandlung der Teilnehmer/innen ergänzt durch eine Gesundheits-App und ein Telemonitoring durch die behandelnde Facharztpraxis. Das Projekt wurde gemeinsam vom Softwareunternehmen Qurasoft GmbH, dem Koblenzer Studienzentrum KPPK unter der Leitung von Dr. Olaf Schmidt sowie der Techniker Krankenkasse durchgeführt und von der Landesregierung mit über 280.000 Euro gefördert.

Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler begrüßte das Projekt als Erfolg: „Wir sind stolz darauf, dass wir in Rheinland-Pfalz so innovative Konzepte wie ‚Rheinland-Pfalz atmet durch‘ erproben und damit die Telemedizin ein Stück voranbringen können. Projekte wie dieses zeigen, dass wir progressive Leistungserbringer und zukunftsfähige IT-Unternehmen im Land haben, die die Zukunft der Versorgung aktiv mitgestalten. Telemedizin wird eine immer wichtigere Rolle in unserem Gesundheitswesen spielen.“

In dem Projekt, das in der Zeit vom 1. Juni 2017 bis zum 31. Dezember 2018 durchgeführt wurde, verwendeten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gesundheits-App „SaniQ Asthma“ für Lungenerkrankte und führten darin ihr digitales Gesundheitstagebuch. Dazu erfassten sie mithilfe von Bluetooth-fähigen Messgeräten Messwerte zur Beschreibung der Lungenfunktion. In der App konnten sie auch ihre Symptome und Medikationseinnahmen dokumentieren. Außerdem erinnerte die App die Nutzer auf Wunsch an die Durchführung von Messungen oder die Einnahme von Medikamenten. Das digitale Gesundheitstagebuch wurde nahezu in Echtzeit an die Praxis des behandelnden Facharztes übertragen. Der Arzt und sein Team sichteten die Daten in einer eigenen Software und analysierten diese. Bei Auffälligkeiten kommunizierten sie mit den Patientinnen und Patienten und ergriffen geeignete Schritte. Dr. Olaf Schmidt, leitender Pneumologe des Projekts, erklärte: „Durch die neuen technischen Möglichkeiten erhalte ich ein realistisches Bild von der Gesundheit meiner Patienten. Ich kann dadurch genau dann reagieren, wenn mein Patient mich braucht. Ich hoffe, dass es das Konzept vom Modellprojekt in die Regelversorgung schafft und ich auch weiterhin meine Patienten auf diese Weise unterstützen kann.“

Die Studienergebnisse zeigen den Erfolg des Projekts, so Tobias Hastenteufel, Geschäftsführer des technischen Ausstatters Qurasoft GmbH: „Die Betroffenen nehmen die digitalen Angebote an, sind überaus zufrieden und profitieren von Verbesserungen im Krankheitsverlauf. Rheinland-Pfalz ist Vorreiter auf dem Gebiet der digitalen Medizin.“ Eine hohe Anwendungsakzeptanz ließ sich daran ablesen, wie viele der vorgesehenen Messungen durchgeführt wurden: Ziel war es, dass mindestens 50 Prozent der Messungen digital erfasst werden. Tatsächlich wurden durchschnittlich über 80 Prozent der geplanten Messungen in der App dokumentiert. Asthma-typische Symptome und die krankheitsbezogene Lebensqualität konnten während der Projektdauer erheblich verbessert werden. Die Nutzer, die zu Beginn ihr Asthma nicht optimal im Griff hatten, profitierten besonders: Sie konnten den Grad ihrer Asthma-Kontrolle signifikant steigern. Bereits die digitale Unterstützung durch die App SaniQ Asthma (ohne die Anbindung an die behandelnde Praxis) hat die Betroffenen zielführend unterstützt. Rund 90 Prozent gaben an, die App habe bei der Krankheitskontrolle (sehr) geholfen.

Eine positive Bilanz zog auch Jörn Simon, Leiter der TK-Landesvertretung Rheinland-Pfalz: „Das Projekt zeigt, wie Telemedizin einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Versorgung leisten kann. In ländlichen Regionen kommen die Vorteile dabei besonders zum Tragen. Unabhängig vom Wohnort wird dadurch eine optimale und bedarfsgerechte Therapie ermöglicht.“

Weitere Informationen zur Krankheit Asthma bronchiale, dem Projekt und den Ergebnissen sind in einer Broschüre zusammengefasst. Sie kann auf der Projekt-Webseite heruntergeladen werden.