Bezirkspolizeibeamter soll Büro in der Fußgängerzone erhalten

Veröffentlicht am 9. Februar 2019 von wwa

NEUWIED – Mang: Maßnahmenpaket für mehr Sicherheit ergriffen – Bezirkspolizeibeamter soll Büro in der Fußgängerzone erhalten – Die Frage „Wie können öffentliche Sicherheit und Ordnung in Neuwied verbessert werden?“ beschäftigt viele Bürger – und natürlich den kriminalpräventiven Rat. In dem Gremium, das regelmäßig zusammenkommt, treffen sich Experten unterschiedlicher Fachrichtungen, allen voran Vertreter aus Polizei- und Kriminalinspektion sowie aus Ordnungs-, Jugend-, Sozial- und Bauamt. Sie alle wollen mit dazu beitragen, dass sich das Sicherheitsgefühl der Neuwieder verbessert. Bürgermeister Michael Mang betont nach der jüngsten Konferenz des Rates, dass man gewillt ist, grundlegende Verbesserungen herbeizuführen.

Erste Maßnahmen sind bereits ergriffen, weitere sollen folgen. Wie Mang mitteilt, sind sich Polizei und Verwaltung über einen neuen Standort des Bezirkspolizeibeamten weitgehend einig. Der soll sein Büro künftig nicht mehr im historischen Rathaus haben, sondern in der Fußgängerzone, wahrscheinlich am SWN-Parkhaus. Beschlossene Sache ist, die erstmals 2018 während der Feste und Märkte in der Stadt angebotenen gemeinsamen Anlaufpunkte von Polizei und Ordnungsamt auch 2019 einzurichten, ebenso wie gemeinsame Kontrollen. „Beide Maßnahmen haben sich voll bewährt“, unterstreicht der Bürgermeister.
Auch die Situation um die Matthiaskirche bleibt ein Dauerbrenner.

Mang baut auch auf die Kooperation mit der Arbeitsgruppe „Sicherheit und Ordnung“ des Netzwerks Innenstadt. „Die AG hat eine umfangreiche Gefahrpotenzial-Liste aufgestellt“, weiß Mang. Er weist aber auch darauf hin, dass nach Erkenntnissen des kriminalpräventiven Rats eine Diskrepanz zwischen objektiver und gefühlter Sicherheitslage gibt. Heißt: Die Anzahl der tatsächlichen Vorfälle in der Innenstadt ist nicht so hoch, dass von einer besonderen Bedrohungslage gesprochen werden kann. Ein gemeinsamer Sicherheitsrundgang soll da mehr Klarheit bringen. „Wir wollen uns einerseits ein klareres Bild davon machen, was die Bürger als gefährlich erachten, andererseits können wir unser Maßnahmenbündel erläutern. So können wir die Sicherheitslage gemeinsam konkret erörtern“, betont der Bürgermeister.

Mang will das Thema allerdings auch wissenschaftlich begleitet wissen. Als Vorbild dient ihm Trier. „Wir stehen beim Thema Kriminalprävention im intensiven Dialog mit anderen Städten. Daher wissen wir, dass eine von der Uni Trier durchgeführte Sicherheitsbefragung zu guten Ergebnisse geführt hat“, erläutert Mang. „Wir hoffen durch eine Zusammenarbeit beispielsweise mit der Uni Koblenz, Erkenntnisse über das Auseinanderklaffen von subjektiver und objektiver Sicherheit zu gewinnen.“ Dabei wird es nicht nur um Befragungen gehen. „Es sollen auch klare Kriterien für zukünftige Bewertungen und konkrete Maßnahmen seitens der Stadt herausgearbeitet werden“, fordert der Bürgermeister.

Foto: Gemeinsame Anlaufpunkte von Polizei und Ordnungsamt wird es auch in diesem Jahr geben.