„Glasfaseranschluss gehört in jedes Haus!“

Veröffentlicht am 14. September 2018 von wwa

ALTENKIRCHEN – „Glasfaseranschluss gehört in jedes Haus!“- Erwin Rüddel informierte sich über Breitbandausbau im Kreis Altenkirchen – „Es ist eine sehr gute Nachricht für alle Bürgerinnen und Bürger ebenso wie für die Unternehmen und Gewerbetreibenden, dass der Breitbandausbau im Landkreis Altenkirchen nunmehr Fahrt aufgenommen hat. Dies auch vor dem Hintergrund, dass der AK-Kreis mit zu den ersten Kreisen in Rheinland-Pfalz gehört, für deren Breitbandprojekte der Bund Fördermittel in Höhe von rund 6,6 Millionen Euro bereitgestellt hat.“, sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel bei einem Treffen mit Lars Kober, dem Leiter der Wirtschaftsförderung in der Kreisverwaltung Altenkirchen.

Der Abgeordnete, der sich intensiv und erfolgreich im Bund für Breitbandprojekte seines Wahlkreises eingesetzt und daran mitgearbeitet hat, wollte sich vor Ort über den Stand der Entwicklungen beim Breitbandausbau durch Glasfaser im AK-Kreis informieren. Schließlich ist es Rüddels erfolgreichen Initiativen in Berlin, zum Thema Breitband, ganz entscheidend mit zu verdanken, dass Breitband ein großes Thema in seinem ländlich strukturierten Wahlkreis ist. Und davon profitiert nun auch der Landkreis Altenkirchen.

Wirtschaftsförderer Lars Kober informierte den Parlamentarier über das aktuelle bis 2019 laufende Förderprogramm. Dadurch sollen flächendeckend 30 Mbit/s sichergestellt werden. Profitieren davon können dann im Kreis auch 38 Schulen, indem sie durch direkten Glasfaseranschluss versorgt werden.

„Die Ausschreibung dazu ist grundsätzlich fertig, so dass die Unterlagen nun an den Bund und an das Land weitergeleitet werden, um den endgültigen Förderbescheid zu erhalten. Der Ausbaustart erfolgt voraussichtlich Anfang oder Mitte nächsten Jahres“, informierte Kober.

Der verwies bei allem Optimismus auf „weiße Flecken“. Hier stehe die Erschließung restlicher unterversorgter Gebiete, von derzeit weniger als 30 Mbit/S, mittels Glasfaser bis zur Wohnung und damit 1 Gbit/s an. „Betroffen davon sind hauptsächlich Randgebiete und abgelegene Ortschaften sowie Gehöfte. Zusätzlich werden die restlichen Schulen mit Glasfaseranschlüssen ausgebaut, bei einer Gesamtinvestitionssumme von etwa 50 bis 60 Millionen Euro“, so der Wirtschaftsförderer.

Das Problem stelle dar, dass der Eigenanteil von 10 Prozent bestehen bleibt. „Diese enormen Kosten sind für einige Verbands-, bzw. Ortsgemeinden nicht zu stemmen“, stellte Lars Kober heraus. Die nächsten Schritte werden, um eine endgültige Kostenschätzung zu erhalten, ein Markterkundungsverfahren sein. Auch die Haushaltsplanungen des Kreises und der Kommunen, der Förderantrag bei Bund und Land für 2019/2020 sowie die Ausschreibung stehen auf der Agenda.

Im Fokus steht zudem das Sonderprogramm Gewerbegebiete. „Es werden nur Gewerbegebiete gefördert, die aktuell noch als unterversorgt gelten. Konkret heißt das weniger als 30 Mbit/s. Das ist aber unrealistisch, weil sehr viele Gewerbegebiete bereits mehr als diese 30 Mbit/s haben. Hier ist keine Förderung möglich und führt unweigerlich zu einem Konflikt. Die Krux ist nämlich, dass Gehöfte direkt mit FTTH versorgt werden, während hingegen Betriebe, Unternehmen, weil sie eben nicht erschlossen werden, leer ausgehen. Stattdessen sollten durch die Fördermittel

Gewerbegebiete generell mit Glasfaser angebunden werden“, konstatierte Lars Kober.

Beipflichtend merkte der heimische Bundestagsabgeordnete an, dass eine Erhöhung der Aufgreifschwelle, von 30 Mbit/s auf 50 Mbit/s, vorgenommen werden müsse. „Es darf beim Breitbandausbau keine Zwei-Klassen-Gesellschaft geben. Deshalb Glasfaseranschluss für jedes Haus. Denn schnelles Internet gehört zur Grundversorgung. Das ist für gute Versorgung sowie die Qualität der Lebensverhältnisse existenziell wichtig“, bekräftigte Erwin Rüddel.

 

Foto: Wirtschaftsförderer Lars Kober informierte Erwin Rüddel über den Stand der Entwicklungen beim Breitbandausbau im Landkreis Altenkirchen.