Gero Heinemann wird mit dem 440 Schuss Schützenkönig 2018/19 der Schützengesellschaft Altenkirchen

Veröffentlicht am 4. Juli 2018 von wwa

ALTENKIRCHEN – Hölzener Vogel verändert das Leben – Gero Heinemann wird mit dem 440 Schuss Schützenkönig 2018/19 der Schützengesellschaft AltenkirchenGegen 14:30 Uhr hatte für die drei Königsanwärter, Silvia Niederhausen, Guido Franz und Gero Heinemann der Ernst des Schützenfestmontags begonnen. Bis dahin war alles normaler Schützenfestablauf. Der hölzerne Aar war den Großteil seiner Trophäen beraubt, der Rest blieb hängen da die Schießzeit abgelaufen war. Die hatten sich bis 14:00 Uhr Dirk Wick (Krone), Christoph Röttgen (Kopf), Rüdiger Trepper (Reichsapfel), Uli Stope (Zepter) und Andreas Käsgen (Schwanzfeder) geholt. Eröffnet hatten den Wettbewerb in den Vormittagsstunden König Jörg I., Stadtbeigeordneter Paul Josef Schmidt, Kreisbeigeordneter Konrad Schwan, Bürgermeister Fred Jüngerich, Stadtbürgermeister Heijo Höfer und Schützenmeister Christoph Röttgen.

Mit dem Großkaliber wurde Schuss auf Schuss abgegeben und der Rumpf langsam aber sicher zerbröselt. Nicht nur sicher Treffen mussten die drei Kandidaten, sie hatten auch darauf zu achten dass sie, wenn der Schießstand betreten wurde, den Schützenhut auf dem Haupt trugen. War das nicht der Fall, wurde die Angelegenheit für sie kostspielig. Gegen 18:00 Uhr atmeten die Zuschauer durch. Das Holz bewegte sich. Es konnte nicht mehr lange dauern. Die Spannung bei den Aspiranten erhöhte sich. Gero Heinemann hatte seinen Schuss gut platziert und der Rumpf wackelte enorm, doch er fiel nicht. Auch die Treffer von Guido Franz und Silvia Niederhausen ließ die Umstehenden tief durchatmen. Gero war wieder an der Reihe, legte an, zielte sorgfältig, zog durch.

Das Fallen des Rumpfes nahm er wohl nicht mehr so war, die Szene wurde von lautem Jubelgeschrei überdeckt. Schützen stürmten zum Schießstand, Arme reckten sich nach dem verdutzten Gero. Es war geschafft, der Vogel war gefallen, Gero neue Schützenmajestät. Für die beiden Mitbewerber kam der Moment des Jubelns wie eine kalte Dusche über sie. Das Schießen war zu Ende, die Bemühungen ins Leere gelaufen. Silvia kündigte umgehend an das nach dem Schießen vor dem Schießen ist und sie im kommenden Jahr wieder antreten wird. Für Guido wird es wohl nicht anders aussehen. Auf Stühlen sitzend, nachdem die Gratulationswelle beendet war, auf den Schultern jeweils zweier Schützen wurden Gero und Gaby ins Festzelt getragen und dort vom restlichen Schützenvolk bejubelt.

Mit einem Tänzchen wurde die Zeit bis zur feierlichen Krönung überbrückt. 19:00 Uhr ging durch als Schützenhauptmann Jesko Wentzin die Schützen vor der Bühne antreten ließ. Das Jugendblasorchester Mehrbachtal postierte sich seitlich der Bühne um die Zeremonie musikalisch zu gestalten. Oben auf der Bühne thronten das alte Königspaar, das neue Königspaar, der Schützenmeister und sein Adjutant. Ex Königin Karin setzte Gaby die Krone auf, Jörg versah Gero mit den äußeren Zeichen der Königswürde, Schärpe, Hirschfänger und Königskette, Adjutant Niederhausen platzierte den Königsorden an der Uniform. Schützenmeister Röttgen zog seinen Hirschfänger und ließ Gero I. den Eid sprechen. Dem Jubel und dreifachem Horrido folgte das Abspielen der Nationalhymne durch das Jugendblasorchester Mehrbachtal unter Mitgesang der Schützen und Gäste. (wwa) Fotos: Malte Isele/Wachow