Jahreshauptversammlung des Ski-Club Wissen –

Veröffentlicht am 3. Juli 2018 von wwa

WISSEN – Jahreshauptversammlung des Ski-Club Wissen – Der Ski-Club Wissen präsentierte sich bei seiner Jahreshauptversammlung als ein lebendiger Verein mit einem vielfältigen Angebot für seine jetzt 586 Mitglieder. Kennzeichnend ist dabei eine breite Altersstruktur. Jeder einzelne kann sich die zu ihm passende Sportart aussuchen. Vorsitzender Frank Stöver eröffnete die Versammlung im Vereinsheim „Brandeck-Hütte“ oberhalb der Skipiste, dem ganzen Stolz der Wintersportler, mit einem Wort des Dankes: „Ohne die tatkräftige Mithilfe zahlreicher Mitglieder und Freunde müssten wir unsere Angebote stark reduzieren.“

Nach der Totenehrung gab Markus Rödder einen Überblick zu den beiden letzten Geschäftsjahren. Demnach hat der Club seine Sportanlage in der Wintersaison 2016/2017 immerhin drei Wochen lang nutzen können: „Es herrschte reger Betrieb am Skihang und der Lift lief bis in die Nacht hinein“. Man konnte sogar wieder einmal den Westerwald-Cup des Ski-Bezirks Westerwald ausrichten. An den Start gingen 34 Sportlerinnen und Sportler aus einem weiten Umkreis. An den internen Clubmeisterschaften nahmen 43 Mitglieder teil.

Die Ergebnisse konnte sich durchweg sehen lassen, freute sich der Geschäftsführer. In der Saison 2017/2018 sah es aber ganz anders aus: Schnee war Mangelware, was den Verein aber keinesfalls ausbremste. Als Alternative lud man die Mitglieder zu einem Besuch der Wintersport-Arena Sauerland in Willingen ein. Die traditionellen Skifreizeiten in Zell am See bzw. die Herbstfahrten und Familienfreizeiten fanden wieder großen Anklang. Zu verdanken ist dies ganz wesentlich dem Ehrenvorsitzenden Klaus Kemper sowie Skischulleiter Gereon Simon und Vorständler Thorsten Kämpf. Für 2019 hat man vom 23. Februar bis 2. März einige Zimmer im Sporthotel Alpenblick buchen können. Es handelt sich zwar um einen „Ski-Club“ machte Rödder deutlich, man biete aber inzwischen ein reichhaltiges Jahresprogramm an. So betätigt sich jeweils montags und dienstags eine Nordic-Walking-Gruppe unter der Leitung von Waltraud Paulsen. Donnerstags trifft sich der Frauen-Fitnesssport mit Bergit Wolf, jeden zweiten Samstag im Monat startet eine von Marita Kemper geführte Wandergruppe. Das Kinderturnen musste ausgesetzt werden. Es steht leider kein Übungsleiter zur Verfügung. In diesem Zusammenhang bat der Geschäftsführer darum sich für die Kinderbetreuung zu melden. Als einen der wichtigsten Termine im Jahreslauf darf wohl das Ablegen des Sportabzeichens unter Federführung des Ski-Clubs bezeichnet werden. Hier leisten Kerstin und Frank Müller und einige weitere Freiwillige etwas Besonders zur Förderung des Breitensports bei den Teilnehmern.

Auch der Jahrmarktslauf unter Leitung von Jürgen Linke verzeichnet einen steigenden Zuspruch. Natürlich bleibt auch die Geselligkeit nicht zu kurz, egal ob es sich um Après-Ski-Partys oder einen Kölschen Abend im Vereinsheim handelt. „Von einem allgemeinen Trend zum Rückgang der Mitgliederzahlen sind wir noch nicht betroffen“, führte der Geschäftsführer weiter aus. Das Vereinsleben beruht auf dem ehrenamtlichen Engagement von Mitgliedern, die ein großes Lob verdienen. Leider erschienen aber zu den Arbeitseinsätzen rund um Hütte und Skipiste eher wenige Helfer. Dies müsse sich ändern, damit die Vereinsstrukturen erhalten bleiben bzw. ausgebaut werden können, sagte Rödder unmissverständlich am Schluss seines Berichts.

Sportwart „Alpin“ Frank Münch konnte einige schöne Erfolge bei den Riesenslaloms in Kirburg und auf der heimischen Piste vermelden. Bei den Clubmeisterschaften im Januar 2017 gingen 43 Asse im Alter zwischen sechs und 54 Jahren an den Start. Die Meisterpokale nahmen am Ende Lea-Sophie Herzog und Julimo Fiedler entgegen. Auch beim Westerwald-Cup im Februar 2018 (Stein-Neukirch) und den Bezirksmeisterschaften in Bad Marienberg erzielten einige heimische Sportler gute Ergebnisse. Dass man auch dem Breitensport große Aufmerksamkeit schenkt, wurde im Bericht des zuständigen Leiters Dr. Andreas Althoff deutlich. Hier ragen vor allem das Nordic-Walking und der Radfahrer-Treff sowie natürlich das Sportabzeichen und der Jahrmarktslauf heraus.

Jugendwart Jörg Walterschen listete die beliebte Familienkanufahrt auf der Lahn und ein Zeltwochenende in der Ski-Hütte auf. Für das Kinderturnen sucht man noch einen Übungsleiter. Nach weiteren Angaben von Skischulleiter Gereon Simon merkte Vorsitzender Frank Stöver an, das Interesse an körperlicher Betätigung lasse etwas nach: Hier sind in erster Linie die Eltern gefragt. Gegensteuern könne der Verein vielleicht mit dem Besuch eines Kletterparks.

Den Kassenbericht legte anschließend Margit Schmitz vor. Beanstandungen gab es laut Prüfer keine und so erteilte die Versammlung dem Vorstand bei Enthaltung der Betroffenen Entlastung. Unter der Leitung des Ehrenvorsitzenden Klaus Kemper schritt man zu Neuwahlen. Doch zuvor erging die dringende Bitte: Beteiligt Euch mehr an den Arbeitseinsätzen! Vorsitzender Frank Stöver und dessen Stellvertreter Thorsten Kämpf wurden wiedergewählt. Ebenfalls Geschäftsführer Markus Rödder und die einzelnen Sportwarte. Lediglich der verantwortungsvolle Posten Kassenführung ging in andere Hände über. Nach rund 20 Jahren machte Margit Schmitz Platz für Bergit Wolf.

Frank Stöver bedankte sich mit einem Blumenstrauß und unter starkem Beifall bei Margit Schmitz für die geleistete Arbeit. Beim Thema „Mitgliedsbeiträge“ ergab sich eine lebhafte Diskussion. Mehrheitlich sprach man sich am Ende unter anderem für einen Familienbeitrag von 14 Euro ab 2020 aus. „Die Beiträge müssen angepasst werden damit der Landessportbund uns weiterhin Zuschüsse gewährt“, betonte Stöver. Der Ski-Club plant die Anschaffung einer zweiten Schneekanone, hieß es weiter. Dazu muss aber mehr Wasser bereitgestellt werden, was den Bau einer neuen Teichanlage bedingt.

Geehrt für langjährige treue Mitgliedschaft wurde abschließend noch Gerhard Heer (50 Jahre). Seit jeweils vier Jahrzehnte gehören dazu: Marlene Münch, Frank Münch, Christa Rickert, Dieter Pink, Ludger Stausberg, Annemie Kölzer, Bernd Brucherseifer, Annelene Becher, Claudia Fiedler, Petra Rockensüß, Brigitte Schmidt und Stefan Augst. Je 25 Jahre können vorweisen: Anja Stentenbach, Christof Schmidt, Gerda Becker, Anni Zöller, Matthias Schmitz und Christoph Schneider. Leider konnten nicht alle Jubilare persönlich anwesend sein. Sie erhalten ihre Urkunden bei einem späteren Zeitpunkt. (bpr.) Fotos: Team wwa