Kinderkünstler stellen in der KITA „Kunterbund“ in Flammersfeld ihre Werke aus

Veröffentlicht am 22. Juni 2018 von wwa

FLAMMERSFELD – Kindergartenkinder eröffnen ihre eigene Ausstellung – Das war der große Tag der kleinen Künstler, die Ausstellungseröffnung zu ihren malerischen Werken. Die Jungen und Mädchen der Flammersfelder Kindertagesstätte hatten unter Leitung von Christiane Fuchs ihre künstlerische Ader entdeckt und zu Papier gebracht. Feierlich wurde die Vernissage in der Tagesstätte begangen. Die stellvertretende Leiterin der Kita Kunterbunt in Flammersfeld, Anne Sohnius sowie die Projektleiterin Christa Fuchs begrüßten Kinderkünstler und ihren engsten Fankreis, die Eltern. Die Projektgruppe umfasste die Kita-Jahrgänge der vier- bis fünfjährigen Kinder und einige jüngere. Sie alle waren von Anfang an begeistert dabei, so Fuchs. Die Projektzeit zog sich über gut fünf Monate, von Januar bis Juni.

Ende Januar startete das Projekt mit einem gemeinsamen Treffen und großen Plänen. Dass nur ein einziger Wochentag für Kinder aus vier Gruppen zur Verfügung stand, sorgte ab und zu für organisatorische Probleme wurde aber hervorragend gelöst. Im Januar beschäftigte sich die Gruppe  mit dem niederländischen Künstler Piet Mondrian. So eine Bildbetrachtung war Neuland für die jungen Künstler. Doch durch aktives Tun gelang ein wenig Zugang. Es wurden Klebestreifen über die Blätter geklebt und die Zwischenräume mit Fingerfarbe ausgemalt. Während alle anderen Kinder ihre Streifen kunterbunt anordneten, klebte ein Junge viele Klebstreifen parallel horizontal und vertikal auf. Dann füllte er drei übereinander liegende Flächen in schwarz, in rot und in gelb. „So, das ist Deutschland!“, war der Kommentar. Mit den noch leeren Flächen begann er zu experimentieren und Farben zu mischen. So entstand ein wohldurchdachtes, phantasievolles Werk. Das zweite Bild entstand nach der „Geschichte vom dicken fetten Pfannekuchen“. Das verblüffende Ergebnis und das relativ einfache Tun bereitete besonders viel Freude. Es entstanden jede Menge Murmelbilder mit Fingerfarbe.

Ein Winterbild entstand in grauen Spätwintertagen im März. Zugrunde liegt diesem Bild dieses kleine Gedicht von Josef Guggenmos. Das Bild entstand in Pustetechnik mit Tusche, Fingerfarbe und Filzstiften.

„Ich will mal meine Tiere malen“, meinte später ein Kind. Diese Idee wurde gerne aufgegriffen. Da Osterzeit war, wollten fast alle Kinder Hasen malen. Dazu passte das Märchen „Vom Hasen und dem Igel“ und eine Bildbetrachtung des weltbekannten „Jungen Hasen“ von Albrecht Dürer. Man kann den Werken der Kinder genau ansehen, woran sie sich anlehnen, an das Märchen oder an das Bild! Leiterin Fuchs zeigte sich in ihrer Laudatio für die Kinder voller Freude und Begeisterung.

Im April besserte sich das Wetter. Die Blumen begannen zu blühen, die Kinder beschäftigten sich mit Blumenbildern von Emil Nolde. Sie lernten eine Technik kennen, die sich schnell als Lieblingstechnik heraus kristallisierte. Sie malten nämlich „Naß in Naß“ auf Zuckerwasser! Dass es richtiges Zuckerwasser war, ließ sich ja leicht am Geschmack feststellen!

Der „krönende Abschluss“ war das malen von Acrylbildern auf echten „Künstler Spannrahmen.“ Man betrachtete Gemälde von Friedensreich Hundertwasser und Fotos von Gebäuden, die er entworfen hatte. Die Kinder gingen ganz unterschiedlich an seine Art, die Umwelt in organischen Formen darzustellen, heran. Etliche Kinder erkannten die vielen Wellen, Linien und bunten Flächen und stellten sie in ihrem Entwurf dar. Bei der Übertragung auf die Leinwand fiel es den Kindern doch noch schwer, die Feinheiten heraus zu arbeiten. Inzwischen hatten einige die „künstlerische Freiheit“ entdeckt und malten lieber in ihrem ganz eigenen Stil. Beide Herangehensweisen und der Mut der Kinder insgesamt, so Fuchs, sich auf Neues einzulassen, nötigten Respekt und Bewunderung für die jungen Künstler ab.

„Ihr Kinder habt tolle Bilder geschaffen! Hut ab!“, war das Fazit der Projektleiterin Fuchs. Nach der Führung durch die Ausstellung durften Eltern und Kinder gemeinsam ein Bild erstellen. Wassily Kandinsky war hierfür das Vorbild. Es soll am Jubiläumssommerfest im September versteigert werden. (chfu) Fotos: Renate Wachow