Neun tote Tiere auf Wölmerser Weide

Veröffentlicht am 8. Juni 2018 von wwa

WÖLMERSEN – Raubtier lebt in Wölmersen Blutrausch aus – Gefährliches Raubtier reißt mitten am Tag neun Tiere. Wehe es wäre ein Wolf gewesen. Das Geschrei des Geschädigten hätte die ganze Republik mitbekommen. Doch wer weiß es, vielleicht war es ein gar einer, der gerade das Örtchen Wölmersen auf seiner Wanderung streifte. Es gibt ja „Fachleute – Wolfskenner“ die schon Exemplare dieser „Bestien“ im Kreis Altenkirchen gesichtet haben wollen.

Donnerstagnachmittag sah ein Wiesengrundstück in Wölmersen, nahe des Waldes, aus wie ein Schlachtfeld. Neun tote Tiere lagen verteilt auf dem Grundstück. Hier hatte ein Raubtier seinem Blutrausch freien Lauf gelassen. Gegen 16:00 Uhr hatte Uli Hassel noch seine 12 Hühner und einen Hahn gefüttert. Knapp eine Stunde später rief sein Nachbar ihn an und teilte mit das bei den Hühnern ein fürchterlicher Krach herrsche. Schnellstmöglich eilte Hassel zu seinem Gefieder, doch es war bereits zu spät.

Der Killer hatte zugeschlagen. Der Hahn und drei Legehennen hatten sich dem Zugriff des Mörders bis zum Eintreffen Hassels entziehen können. Der Hühnermörder allerdings hatte bei wahrnehmen der nahenden menschlichen Gefahr es vorgezogen sich in die Sicherheit des Waldes zu begeben. Vermutlich hatte, wie bereits in den Wochen zuvor, wieder ein Fuchs, eine Fähe, zugeschlagen. Der informierende Nachbar hatte vor einigen Wochen einen Großteil seiner Hühner und auch Hassel vor 14 Tagen ebenfalls neun Hühner durch die Füchsin verloren.

Über den Jagdpächter ist es bekannt dass in der Nähe eine Füchsin ihre vier Jungen aufzieht. Dieser sorgenden Mutter werden die brutalen Tötungsdelikte zugeschrieben. Hassel hatte seinen Hühnerbestand umgehend wieder aufgefüllt. Jetzt sind sieben Legehühner und zwei Wyandotten schon wieder eines gewaltsamen Todes gestorben. Das es tatsächlich ein Fuchs war der die Tiere gerissen hat liegt nahe. Nur er ist so frech auch am hellen Tag eine solche Tat zu begehen. Zäume sind für ihn bis zu zwei Meter Höhe kein Hindernis. Da macht er sogar mit seiner Beute rüber. Einzig ein Schrägabweiser kann Abhilfe bringen.

Was er tagsüber nicht mitnimmt, das holt er sich in der Nacht. Beim Vorfall vor vierzehn Tagen hatte Hassel zwei Hühner liegen lassen. Die waren am nächsten Morgen nicht mehr da. Somit kann die Täterschaft eines Wolfes so gut wie ausgeschlossen werden. Wer dennoch im besagten Zeitraum und danach Sichtungen eines wölfischen Lebewesens machte, kann das an entsprechender Stelle Kund machen. (wwa) Foto: Renate Wachow