Einweihung des neuen Feuerwehrhauses in Oberlahr

Veröffentlicht am 12. Mai 2018 von wwa

OBERLAHR – Einweihung des neuen Feuerwehrhauses in Oberlahr – Was lange währt, wird endlich gut“, nach einem Jahr Bauzeit ist das Feuerwehrgerätehaus Oberlahr fertig, bezogen und in Dienst gestellt. Das schmucke Haus der Oberlahrer Floriansjünger, so Beigeordneter Rolf Schmidt-Markoski bei seiner Begrüßung, sei der ganzen Mühe wert gewesen. Seit über 90 Jahren gebe es die Feuerwehr in Oberlahr und mit diesem Feuerwehrhaus habe man ein Standbein für Zukunft der Feuerwehr in „Lahrer Herrlichkeit“ geschaffen. Das zweite Standbein für die Zukunft der Oberlahrer Wehr seien die aktiven Feuerwehrleute und insbesondere die Jugendfeuerwehr.

Das alte Feuerwehrhaus in der Langenauerstraße mitten in der Wohnbebauung stehe noch auf Fundamenten aus den 1930er Jahren. Aus einer ehemaligen Scheune wurde damals das erste „Spritzenhaus“ in Oberlahr errichtet. Es folgten mehrfache An- und Umbauten in den 1960er und 80er Jahren. Mittlerweile wurde das Feuerwehrhaus viel zu klein. Vor allem Lagermöglichkeiten und Platz für die Fahrzeuge und Gerätschaften fehlten. Auch die technischen Anforderungen waren nicht gewährleistet, so Schmidt-Markoski in seinem kurzen Rückblick.

Das Oberlahrer Urgestein, Artur Melles, 20 Jahre Verbandsgemeindewehrleiter, bis 1998, und über 40 Jahre Feuerwehrmann, habe die verantwortlichen Politiker etliche Jahre immer wieder eindringlich auf die Notwendigkeit eines neuen Feuerwehrgerätehaus für die Oberlahrer Wehr hingewiesen. Schon 1994 gab es ein Konzept, dass ein neues Feuerwehrhaus sowohl für Pleckhausen als auch für Oberlahr vorsah. 2014 beschloss der damalige Verbandsgemeinderat einstimmig, einen Antrag an die ADD auf Anerkennung der Notwendigkeit eines neuen Feuerwehrgerätehauses zu stellen, der recht schnell vom Land „grünes Licht“ bekam. Nach einigem hin und her hinsichtlich des Standortes fiel die Wahl auf den früheren Parkplatz des Freibades in Bruch, in der Nachbargemeinde Bürdenbach.

Dank sprach Schmidt-Makoski dem Grundstückseigentümer, dem Kirchspiel Oberlahr-Burglahr aus, der das Grundstück kostenlos der Verbandsgemeinde zur Verfügung stellte. Im September 2015 wurde der Planungsauftrag an das Ing. Büro Dittrich in Neustadt vergeben, die Baugenehmigung im November 2016 erteilt, Start der Bauarbeiten war im April 2017. Im Mai vergangenen Jahres wurde unter Bürgermeister Fuchs und Wehrführer Ingo Becker mit vielen Gästen feierlich der Grundstein gelegt.

Das Feuerwehgerätehaus hat einen Brutto Rauminhalt von 3.556 Kubikmeter und die Netto Grundfläche beträgt 643,5 Quadratmeter. Das, was notwendig ist, um die Aufgaben der Feuerwehr im Brand- und Katastrophenschutz nach mordernsten technischen Entwicklungen für die Menschen in der Verbandsgemeinde erfüllen zu können, fänden sich in diesem Haus. Die Gesamtbaukosten beliefen sich auf 1,75 Millionen Euro.

Insgesamt 29 Firmen, einschließlich Ingenieurbüros, waren am Bau beteiligt. Für kleinere Gewerke, insbesondere den Bereich der Einrichtung, kommen nochmals rund zehn Unternehmen hinzu. An der Finanzierung der Gesamtkosten von  rund 1,75 Millionen Euro beteiligten sich das Land mit 190.000 Euro und der Landkreis mit 7.000 Euro für einen Stellplatz. Den Rest von 1.553.000 Euro wird von der VG Flammersfeld gestemmt.

Musikalisch rahmte die Einweihungsfeier das „Westerwald Orchester Oberlahr. Grußworten durch den stellvertretenden Kreisfeuerwehrinspekteur Matthias Theis und Ortsbürgermeisterin Annelise Rosenstein und auch Verbandsgemeindewehrleiter Stefan Krämer folgte der beschwingte Auftritt einiger Kinder der Oberlahrer Grundschule. Sie hatten gelernt dass für Notfälle natürlich die Freiwillige Feuerwehr gerufen werde. Unter Beifall erfolgte der Staffellauf der Schlüsselübergabe von Architekt Ingo Dittrich an den Beigeordneten Schmidt-Markoski und der reichte ihn an den Wehrführer Ingo Becker weiter.

Die Segnung des Gebäudes erfolgte durch die kirchlichen Vertreter der evangelischen und katholischen Kirchen, Rössler-Schaake und Garthen. Das Schlusswort hatte Wehrführer Becker der sich bei allen bedankte die zum Gelingen des Gebäudes beigetragen haben. Mit gemeinsamen Erinnerungsfotos, angeregten Gesprächen, erfrischenden Getränken bei brütendem Wetter und einer köstlichen Gulaschsuppe endete der offizielle Teil des ersten Tages. Am Sonntag steht am Tag der offenen Tür für den Bürger das Feuerwehrgerätehaus offen. (wwa) Fotos: Wachow