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„Einwohnerbuch Altenkirchen und Hilgenroth“

Veröffentlicht am 11. August 2016 von wwa

AK - Dr. EylALTENKIRCHEN – „Einwohnerbuch Altenkirchen und Hilgenroth“ – Goldgrube für Ahnenforscher neu erschienen – Für viele Menschen aus Altenkirchen und Umgebung, die sich für ihre Familiengeschichte interessieren, gibt es jetzt ein zweibändiges Werk, das sehr aufschlussreich sein könnte: das „Einwohnerbuch Altenkirchen und Hilgenroth“. Dr. Joachim Eyl aus Neuwied hat sich diesem besonderen Werk in den vergangenen fünf Jahren eingehend gewidmet. Er ist Mitglied der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde e. V. Bezirksgruppe Mittelrhein und hat in sehr sorgfältiger und übersichtlicher Weise diese beiden Bände verfasst. „Einwohnerbuch Altenkirchen und Hilgenroth“ nennt sich das Buch, da diese beiden Pfarreien früher zusammengehörten und Anfang des 19. Jahrhunderts getrennt wurden.

Vor rund zehn Jahren hat sich Eyl bereits einer ähnlichen Arbeit für den Dierdorfer Raum gewidmet. Da er jedoch Vorfahren in Altenkirchen-Bergenhausen hat und diese Region noch ein ‚weißer Fleck auf der Landkarte‘ war, die in dieser Weise noch nicht erforscht wurde, gab sich Eyl hier nun an die Arbeit.

Für das Werk hat Dr. Eyl die Kirchenbücher der evangelisch-reformierten Pfarrei Altenkirchen 1605 bis 1874, der evangelisch-lutherischen Pfarrei Altenkirchen 1688 bis 1819, der römisch-katholischen Pfarrei Altenkirchen 1838 bis 1874 und der Pfarrei Hilgenroth 1702 bis 1874 ausgewertet.

Es sind also vier Pfarreien bearbeitet, die folgende Orte beinhalten: Altenkirchen, Bachenberg, Beul, Bergenhausen, Busenhausen, Coberstein, Curßeck (ein um 1800 untergegangener Ort bei Helmeroth gelegen), Dieperzen, Eichelhardt, Nieder-/Obererbach, Flögert, Hacksen, Helmenzen, Helmeroth, Heupelzen, Hilgenroth, Hofacker, Honneroth, Hüttenhofen, Idelberg, Nieder-/Oberingelbach, Isert, Kettenhausen, Langenbach, Leutzbach, Mammelzen, Michelbach, Nassen, Niederölfen, Ölsen, Racksen, Reuffelbach, Sörth, Volkerzen und Widderstein.

Der erste Band (1605 – 1749) umfasst 780 Seiten und enthält Daten über 4.430 Familien mit 8.200 Taufen, 2.700 Eheschließungen sowie 4.260 Sterbefälle. Hierin sind alle Taufzeugen nicht nur mit aufgeführt, sondern auch ausgewertet, d. h. alle Familien, die nur noch in Taufzeugennennungen existieren, auch mit rekonstruiert. So kommt man noch weitere 20 Jahre, d. h. bis circa 1580 zurück.

Für alle, die nicht nur in Altenkirchen oder Hilgenroth, sondern auch in den benachbarten Kirchspielen Hamm, Almersbach, Kroppach, Altstadt, Birnbach, Flammersfeld, Leuscheid, Höchstenbach etc. nach ihren Vorfahren forschen, wird das Buch vermutlich auch von Interesse sein. Denn man kann sonst nicht so weit zurück ermitteln, da die Kirchenbücher der umliegenden Pfarreien erst im späten 17. Jahrhundert bzw. sogar erst um 1700 beginnen. Allein das Verzeichnis der auswärtigen Ehefrauen umfasst 25 Seiten. Aus den umliegenden Kirchspielen wurden alle Altenkirchener bzw. Hilgenrother Familien betreffenden Einträge aus den dortigen Kirchenbüchern bzw. aus bereits existierenden Familienbüchern mit ausgewertet und aufgeführt.

Zudem enthält das Einwohnerbuch eine kurze Geschichte der Stadt Altenkirchen und der Grafschaft Sayn-Altenkirchen im 16. bis 18. Jahrhundert, Erläuterungen zu alten, nicht mehr gebräuchlichen Namensformen, Ortsnamen, Berufen und Krankheitsbezeichnungen sowie ein Kapitel über Amtsträger (Schultheiße, Bürgermeister, Pfarrer, Verwaltungsbeamte der Grafschaft Sayn-Altenkirchen).

Insgesamt drei Anhänge umfassen die Abendmahlsteilnehmer ab 1605, statistische Untersuchungen (Heiratsalter, Herkunft der Brautleute, Lebenserwartung etc.) sowie eine Umrechnungstabelle des Kirchenkalenders in den julianischen (ab 1700 gregorianischen) Kalender für die Jahre 1605 bis 1709.

Der zweite Band (1750 – 1874) umfasst 725 Seiten und enthält Daten über 5.480 Familien mit 16.000 Taufen, 4.770 Eheschließungen und 12.950 Sterbefälle. Hier war es aufgrund der Datenmenge nicht mehr möglich, die Taufzeugen mitzuführen, aber in der späteren Zeit sind die Abstammungen in der Regel bekannt. Auch hier gibt es einen Anhang ‚statistische Untersuchungen‘ sowie einen kurzen Abriss der Territorial- und Stadtgeschichte Altenkirchens im 19. Jahrhundert.

Wer Interesse an Ahnenforschung und nun Lust zum Stöbern bekommen hat, kann das Einwohnerbuch im Altenkirchener Rathaus beim Standesamt oder auch beim Kreisarchiv in Altenkirchen zu den jeweiligen Öffnungszeiten einsehen. Es kann aber auch käuflich im Rathaus erworben werden. Die Bände kosten 69 Euro pro Teilband.

Foto: „Dr. Joachim Eyl (r.) stellte Bürgermeister Heijo Höfer sein „Einwohnerbuch Altenkirchen und Hilgenroth“ vor. Es kann im Altenkirchener Rathaus eingesehen, aber auch käuflich erworben werden.“